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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Infektionskrankheit

Durch Krankheitserreger ausgelöste Erkrankung bei Wildtieren; teils auf Mensch und Nutztier übertragbar.

Infektionskrankheiten bei Wildtieren können Wildbestände dezimieren, auf Haustiere übergreifen und als Zoonosen den Menschen gefährden. Wichtige Wildtierseuchen in Deutschland sind Afrikanische Schweinepest, Klassische Schweinepest, Räude beim Fuchs und Wildtiertuberkulose. Jäger spielen bei Überwachung und Bekämpfung eine Schlüsselrolle.

Definition

Eine Infektionskrankheit ist eine Erkrankung, die durch Eindringen und Vermehrung von Krankheitserregern (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) verursacht wird. Bei Wildtieren in Deutschland sind prüfungsrelevante Infektionskrankheiten: Afrikanische Schweinepest (ASP, Virus), Klassische Schweinepest (Virus), Räude (Milbe Sarcoptes scabiei), Borreliose (Borrelia burgdorferi), Tularämie (Francisella tularensis), Echinokokkose.

Meldepflicht und Bekämpfung

Jäger haben Meldepflicht bei Verdacht auf meldepflichtige Tierkrankheiten (ASP, Klassische Schweinepest, Maul- und Klauenseuche). Fallwild verdächtiger Tiere muss der Veterinärbehörde gemeldet werden. Bekämpfungsmaßnahmen bei ASP: Einzäunung betroffener Gebiete, intensivierte Schwarzwildbejagung, kein Transport von Teilen erlegter Tiere aus dem Sperrgebiet.

Prüfungswissen

Prüfungsrelevant: ASP = Afrikanische Schweinepest (aktuell größte Bedrohung für Schwarzwild in Deutschland). Meldepflicht bei Seuchen. Merke: Räude = Sarcoptes-Milbenbefall beim Fuchs (kahl fallende Stellen, Ausfallen des Fells). Tularämie = Hasenpest. Trichinellose beim Wildschwein → Trichinenuntersuchung Pflicht vor Fleischvermarktung.