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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Infektion

Eindringen und Vermehrung von Krankheitserregern in einem Wirt; relevant für Wildgesundheit und Zoonosen.

Eine Infektion bezeichnet das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitserregern (Viren, Bakterien, Parasiten) in einem Wirt. Bei Wildtieren kann eine Infektion zur Erkrankung, geschwächten Bestandssituation oder zur Übertragung auf andere Tierarten und den Menschen (Zoonose) führen.

Definition

Eine Infektion ist das Eindringen und die Vermehrung von Krankheitserregern (Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten) in einem Organismus. Sie kann ohne Symptome verlaufen (latente Infektion) oder zu einer Erkrankung führen. Bei Wildtieren können Infektionen zu Bestandsreduktionen führen; wichtige jagdliche Infektionskrankheiten sind Räude (Fuchs), Schweinepest (Schwarzwild), Borreliose, Tularämie.

Bedeutung für Jäger

Jäger kommen durch das Aufbrechen und Verarbeiten von Wild in Kontakt mit Erregern. Schutzmaßnahmen: Handschuhe beim Aufbrechen, Kochen/Erhitzen von Wildbret, keine kranken Tiere ohne Untersuchung verarbeiten, Hände desinfizieren. Zoonosenrelevante Erreger beim Wild: Borrelia (Zecken), Francisella tularensis (Tularämie beim Hasen), Leptospiren, Trichinella (Wildschwein), Echinococcus (Fuchs).

Prüfungswissen

Prüfungsrelevant: Wichtige Wildinfektionskrankheiten und ihre Übertragungswege. Merke: Tularämie = Hasenpest (Francisella tularensis, Übertragung durch direkten Kontakt beim Aufbrechen). Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild Pflicht. Schutzkleidung (Handschuhe) beim Aufbrechen ist Pflicht aus hygienischen Gründen.