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Lexikon
Hege·Mittlere Prüfungsrelevanz

Impfung

Prophylaktische oder therapeutische Vakzinierung von Wildtieren gegen bestimmte Infektionskrankheiten.

Impfungen von Wildtieren dienen der Seuchenprävention und wurden erfolgreich zur Bekämpfung der Tollwut bei Füchsen durch Auslage von Impfködern eingesetzt. Sie sind ein behördliches Instrument des Wildtiermanagements und werden vom Jäger im Auftrag der Behörden ausgebracht.

Definition

Die Wildtierimpfung ist eine behördliche Maßnahme zur Prophylaxe oder Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei wildlebenden Tieren. Das bekannteste Beispiel ist die orale Tollwutimpfung des Fuchses (seit den 1980er Jahren in Deutschland): In befallenen Regionen wurden Impfköder aus der Luft ausgebracht, die einen Lebendimpfstoff enthielten. Deutschland wurde 2008 offiziell tollwutfrei erklärt.

Praktische Durchführung

Impfkampagnen für Wildtiere werden von Veterinärbehörden geplant und koordiniert. Jäger wurden bei der Tollwutimpfkampagne als ortskundige Helfer beim Auslegen von Impfködern eingesetzt. Aktuelle Impfprogramme betreffen: Schwarzwild (Impfköder gegen Klassische Schweinepest, ASP-Impfstoff in Entwicklung) und Dachse (in GB gegen Rindertuberkulose). In Deutschland sind solche Maßnahmen behördlich geregelt.

Prüfungswissen

Prüfungsrelevant: Tollwutimpfung des Fuchses durch Impfköder = Erfolgsgeschichte. Deutschland seit 2008 tollwutfrei durch orale Immunisierung. Merke: Jäger dürfen eigenständig keine Impfungen von Wild vornehmen; dies ist Aufgabe der Veterinärbehörde. Impfköder nur nach behördlicher Anweisung auslegen.