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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Hydatiden

Blasenförmige Larvenzysten des Bandwurms Echinococcus in Organen von Wild und Haustieren.

Hydatiden sind die mit Flüssigkeit gefüllten Larvenblasen (Finnen) des Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) oder des Hundebandwurms (Echinococcus granulosus). Sie befallen Leber, Lunge und andere Organe von Wildtieren (Wildschwein, Nager) und sind auf den Menschen übertragbar (Zoonose). Bei der Wildbretkontrolle ist auf sie zu achten.

Definition

Hydatiden (Echinokokkus-Zysten) sind die Larvenstadien (Metacestoden) der Bandwürmer Echinococcus granulosus (Hundebandwurm, zystische Echinokokkose) und Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm, alveoläre Echinokokkose). Sie erscheinen als mit Flüssigkeit gefüllte Blasen in Organen (besonders Leber und Lunge) von Zwischenwirten (Schweine, Schafe, Nager, Wild).

Bedeutung für Wildbrethygiene und Gesundheitsschutz

Bei der Aufbruchkontrolle (Wildbretuntersuchung) findet der Jäger Hydatiden als stecknadelkopf- bis faustgroße Blasen in Leber oder Lunge. Befallene Organe dürfen nicht als Wildbret in Verkehr gebracht werden. Direkter Kontakt mit Fuchskot oder -innereien (beim Aufbrechen von Füchsen) ist gefährlich (Übertragungsgefahr). Hygienemaßnahmen sind zwingend.

Prüfungswissen

Prüfungsrelevant: Hydatiden = Larvenzysten von Echinococcus. Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm) = gefährlich für Menschen, zyklus über Fuchs (Endwirt) und Nager (Zwischenwirt). Beim Aufbrechen von Füchsen: Handschuhe, keine Innereien an Hunde verfüttern. Befallenes Wildbret (Leber, Lunge mit Zysten) unterliegt der Beanstandung.