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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Holzschlag

Gefällte Waldfläche nach forstlicher Holzernte; wichtige Äsungsfläche und Lebensraum für Wild.

Ein Holzschlag ist eine durch forstliche Holzernte entstandene Freifläche oder Lichtung im Wald. Er bietet im ersten bis fünften Jahr nach dem Einschlag durch üppige Schlagflora (Himbeere, Brombeer, Gräser) eine reiche Äsung für Reh- und Rotwild. Gleichzeitig ist er ein beliebter Einstand und jagdlich bedeutsam.

Definition

Als Holzschlag bezeichnet man eine Waldfläche, auf der im Rahmen forstlicher Bewirtschaftung Bäume gefällt wurden. Kahlschläge (alle Bäume auf einmal), Schirmschläge (teilweise Entfernung) und Femelschläge (kleinflächige Entfernung) entstehen verschiedene Formen von Holzschlagsflächen. Schlagabraum (Äste, Rinde, Kronenholz) verbleibt oft auf der Fläche.

Bedeutung als Wildhabitat

In den ersten Jahren nach dem Einschlag entwickelt sich eine üppige Schlagvegetation (Schlagflora) aus Himbeeren, Brombeeren, Gräsern, Kräutern und Birkensämlingen. Diese bietet Rehwild und Rotwild hervorragende Äsung und gleichzeitig Deckung durch den Schlagabraum. Verbissschäden durch Wild können die Neuaufforstung gefährden und sind daher ein Konfliktpunkt.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Holzschlag als Lebensraum und Jagdfläche. Merke: Holzschlagsflächen bieten kurzfristig hervorragende Äsungsmöglichkeiten. Gleichzeitig erhöhtes Verbissrisiko für Kulturen. Jäger müssen Forstplanzungen (Kulturen) vor Wildverbiss schützen (Zäune, intensive Bejagung in der Umgebung). Verbissschäden auf Kulturflächen sind der häufigste jagdliche Konfliktpunkt mit der Forstwirtschaft.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild