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Lexikon
Jagdpraxis·Niedrige Prüfungsrelevanz

Holzfäller

Forstarbeiter, der Bäume fällt; Forstarbeiten beeinflussen Wildeinstand und erfordern Koordination mit dem Jäger.

Der Holzfäller (Forstarbeiter, Motorsägenführer) ist durch seine Tätigkeit ein wesentlicher Störungsfaktor für Wildtiere im Revier. Holzfällarbeiten vertreiben Wild aus seinen Einständen und verändern den Lebensraum. Eine gute Kommunikation zwischen Jäger und Forstbetrieb ist für die Jagdplanung wichtig.

Definition

Ein Holzfäller ist ein Forstarbeiter oder Forstwirt, der mit der Motorsäge oder forstlichen Maschinen (Harvester) Bäume fällt. Im Jagdrevier ist er häufig als Störungsquelle präsent, besonders in Herbst und Winter, wenn Wild sich in Einstandsdickungen aufhält und dort durch Holzarbeiten gestört wird.

Jagdpraktische Konsequenzen

Forstarbeiten vertreiben Wild temporär aus seinen Einständen. Jäger sollten Holzfällarbeiten im Kalender vermerken, um Drückjagd- und Ansitztermine anzupassen. Frisch entstehende Kahlschlagsflächen und Schlagabraum bieten dem Wild nach den Arbeiten neue Äsungs- und Deckungsmöglichkeiten. Bei Holzschlägen können Borkenkäfer-Holzschläge zu großflächigen Lebensraumveränderungen führen.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Holzfällarbeiten als Störungsfaktor und Lebensraumgestalter. Merke: Koordination zwischen Jagd und Forstwirtschaft ist Teil des Reviermanagements. Nach Holzschlägen entstehen neue Äsungsflächen (Jungwuchs, Schlagflora). Verbissschäden durch Wild sind in Kulturflächen nach Holzschlägen besonders problematisch.