Holzbock
Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus); häufigste Zeckenart in Deutschland, Überträger von Borreliose und FSME.
Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist die häufigste Zeckenart Deutschlands und ein bedeutender Krankheitsüberträger für Mensch und Tier. Er überträgt Lyme-Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Jäger sind durch ihren Aufenthalt in der freien Natur besonders exponiert und sollten sich nach jedem Reviereinsatz absuchen.
Definition
Der Holzbock (Ixodes ricinus) ist eine Zeckenart aus der Familie Ixodidae (Schildzecken). Er ist 2–4 mm groß (vollgesogen bis 12 mm). Larven, Nymphen und Adulte saugen Blut von Säugetieren, Vögeln und Reptilien. Wild (Reh, Rotwild, Wildschwein) ist Hauptwirt für adulte Zecken. Der Mensch wird als Fehlwirt gestochen.
Krankheitsübertragung
Der Holzbock überträgt: Lyme-Borreliose (häufigste Zeckenkrankheit in Deutschland, verursacht durch Borrelia burgdorferi), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis, durch Flavivirus, hauptsächlich in Risikogebieten Süddeutschlands, Österreich, Schweiz), sowie weitere seltene Erreger. Die Übertragung erfolgt frühestens nach 12–24 Stunden Saugzeit, daher ist frühzeitiges Entfernen wichtig.
Prüfungswissen
Prüfungsrelevant: Holzbock = Ixodes ricinus, häufigste Zecke in Deutschland. Überträgt Borreliose und FSME. Schutzmaßnahmen: Schutzkleidung, Insektenschutzmittel, FSME-Impfung in Risikogebieten, regelmäßiges Absuchen nach dem Reviereinsatz. Zeckenabsuche von erlegtem Wild (insbesondere Wildschwein) wichtig für Wildbrethygiene.
Verwandte Begriffe