Hirschrudel
Gruppe mehrerer Rothirsche (Stiere), die außerhalb der Brunft gemeinsam leben.
Das Hirschrudel ist eine Gruppe von Rothirschen (Stiere), die außerhalb der Brunft gemeinsam im Bocksrudel leben. Rotwild lebt gesellig in geschlechtlich getrennten Gruppen: Hirschrudel (Stiere) und Kahlwildrudel (Kühe, Kälber). Nur zur Brunft kommen die Geschlechter zusammen.
Definition
Als Hirschrudel bezeichnet man eine Gruppe männlicher Rothirsche (Stiere, Spießer, Gabler, ältere Hirsche), die außerhalb der Brunft gemeinsam in einem Bocksverband leben. Die Sozialstruktur innerhalb des Rudels ist hierarchisch; dominante ältere Hirsche haben Vorrang bei Äsung und Ruheplatz.
Sozialstruktur und Brunftverhalten
Außerhalb der Brunft leben Hirsch und Kuh in getrennten Rudeln, oft in verschiedenen Lebensräumen. Zur Brunft (September/Oktober) begeben sich die Hirsche zu den Kahlwildrudeln. Dominante Hirsche kämpfen um die Weibchen (Brunftkämpfe). Die Brunft ist mit großem Energieaufwand verbunden; brunftgeschwächte Hirsche sind anfällig für schlechte Winterbedingungen.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Hirschrudel = Bocksrudel (männliche Tiere). Merke: Rotwild lebt in getrennten Geschlechterrudeln. Kahlwildrudel = Weibchen, Kälber, Jährlinge. Brunft = September/Oktober; tiefes Röhren des Hirsches. Rotwild ist soziales Tier und auf störungsarme Einstandsgebiete angewiesen.
Verwandte Begriffe
Relevante Wildarten