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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Heckenbrüter

Vogelarten, die ihre Nester bevorzugt in Hecken, Gebüschen und Dornengestrüpp anlegen.

Heckenbrüter sind Vogelarten, die ihre Nester in Hecken, Gebüschen und Dornensträuchern anlegen (z.B. Goldammer, Heckenbraunelle, Neuntöter). Sie sind auf strukturreiche Landschaften mit Heckenbeständen angewiesen und profitieren von jagdlichen Hegemaßnahmen wie Heckenpflanzungen.

Definition

Heckenbrüter sind Vogelarten, die ihre Nester bevorzugt oder ausschließlich in Hecken, Brombeergestrüpp oder Gebüschen anlegen. Typische Heckenbrüter in Deutschland: Goldammer, Heckenbraunelle, Neuntöter (Raubwürger), Rohrammer, Klappergrasmücke und Dorngrasmücke. Viele Heckenbrüter sind Teilzieher oder Zugvögel.

Bedeutung für die Hege

Heckenbrüter sind stark von der Agrarlandschaftsstruktur abhängig. Der Verlust von Hecken durch Flurbereinigung und intensive Landwirtschaft hat ihre Bestände vielerorts drastisch reduziert. Jäger können durch das Anlegen und Erhalten von Hecken und Feldgehölzen sowie durch die Bejagung von Prädatoren (Fuchs, Rabenkrähe, Marder) aktiv zum Erhalt der Heckenbrüter beitragen.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Heckenbrüter als Teil der Niederwildhege und des Biotopmanagements. Merke: Hecken sind wichtige Bruthabitate für viele Vogelarten. Hegemaßnahme: Heckenanlage und -pflege, Prädatorenbejagung. Neuntöter (Würger) = Heckenbrüter und zugleich Raubvogel, der Insekten, Kleintiere auf Dornen aufspießt.