Hamster
Europäischer Feldhamster (Cricetus cricetus); in Deutschland vom Aussterben bedroht, ganzjährig streng geschützt.
Der Europäische Feldhamster (Cricetus cricetus) ist ein mittelgroßes Nagetier der Agrarlandschaft und in Deutschland vom Aussterben bedroht. Erkennbar am charakteristischen schwarzen Bauch und weißen Wangen, ist er ganzjährig streng geschützt. Jäger können durch Biotopschutz aktiv zu seinem Erhalt beitragen.
Definition
Der Europäische Feldhamster (Cricetus cricetus) ist der einzige wildlebende Hamster Deutschlands. Er ist ca. 20–30 cm groß und hat ein zweifarbiges Fell: braun-rötliche Oberseite, schwarze Bauchseite, weiße Backen und Pfoten. Er hält Winterschlaf von Oktober bis März und legt in seinen Erdbauen umfangreiche Vorratskammern für Getreide und Wurzeln an.
Biologie und Gefährdung
Der Feldhamster bewohnt tiefgründige Lehmböden der Agrarlandschaft (Getreidefelder, Rübenfelder). Er ist stark rückläufig durch Intensivierung der Landwirtschaft (frühe Mahd, Monokultur, Pestizide), Verlust von Wintergetreide und Brachen sowie Bodenverdichtung. Die Art steht auf der Roten Liste als 'vom Aussterben bedroht'.
Schutzstatus und Erhaltungsmaßnahmen
Der Feldhamster ist nach § 44 BNatSchG streng geschützt und in der EU-FFH-Richtlinie (Anhang II und IV) aufgeführt. Für Thüringen, Bayern und andere Bundesländer wurden spezielle Erhaltungsprogramme aufgelegt. Jäger können durch Anlage von Hamsterstreifen (ungemähte Getreidestreifen) und Blühflächen zum Erhalt beitragen.
Verwandte Begriffe