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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Hahnenbalz

Balzverhalten der männlichen Raufußhühner (Auer-, Birk-, Haselhahn) auf traditionellen Balzplätzen.

Die Hahnenbalz bezeichnet das artspezifische Balzritual männlicher Galliformes (Auerhahn, Birkhahn, Haselhahn) auf traditionellen Balzplätzen. Sie dient der Anlockung von Hennen zur Fortpflanzung. Alle balzenden Arten sind in Deutschland streng geschützt und nicht jagdbar.

Definition

Die Hahnenbalz ist das komplexe Balzritual männlicher Raufußhühner (Tetraonidae). Beim Auerhahn (Tetrao urogallus) findet die Balz auf festen Balzplätzen in Fichtenwäldern von März bis Mai statt. Der Hahn vollführt dabei charakteristische Gesangssequenzen (Knappern, Trillern, Wetzen) und Körperhaltungen (Fächern des Schwanzes, aufgeblähtes Brustgefieder).

Auerhahn- und Birkhahn-Balz im Vergleich

Der Auerhahn balzt auf Bäumen und am Boden. In der sogenannten 'Wetzphase' ist er kurzzeitig gehörlos (nimmt keine Umgebungsgeräusche wahr). Der Birkhahn balzt auf offenen Moorflächen oder Lichtungen in typischer Körperhaltung mit gefächertem, lyraförmigem Schwanz und leuchtend roten Augenrosen. Beide Arten sind in Deutschland stark rückläufig und streng geschützt.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Auerhahn-Balz = März–Mai, Nadelwälder, Hahn in der Wetzphase kurzzeitig gehörlos. Birkhahn-Balz = offene Flächen, Moorgebiete, Lyraschwanz. Beide Arten nicht jagdbar in Deutschland. Merke: Auerhahn ist 'gehörlos' in der Wetzphase – er nimmt kurzzeitig keine Geräusche wahr.

Relevante Wildarten

Auerwild