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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Großtrappe

Schwerster flugfähiger Vogel Europas (Otis tarda); in Deutschland vom Aussterben bedroht, streng geschützt.

Die Großtrappe (Otis tarda) ist der schwerste flugfähige Vogel der Welt und in Deutschland vom Aussterben bedroht. Verbliebene Populationen finden sich nur noch in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Sie ist ganzjährig streng geschützt und unterliegt nicht dem Jagdrecht.

Definition

Die Großtrappe (Otis tarda) ist eine Vogelart der Familie Otididae. Das Männchen (Hahn) wiegt bis zu 16 kg und ist damit der schwerste flugfähige Vogel der Welt; Hennen sind mit ca. 4–8 kg deutlich leichter. Charakteristika: stämmiger Körper, braun-schwarz gestreiftes Rückengefieder, weißes Flügelfeld, beim balzenden Hahn auffällige Schnurrbartfedern.

Verbreitung und Gefährdung

In Deutschland ist die Großtrappe seit Mitte des 20. Jahrhunderts massiv rückläufig durch Intensivlandwirtschaft, Zaunbau, frühere Bejagung und Störungen. Heute existieren in Deutschland nur noch zwei Restvorkommen: das Havelland (Brandenburg) mit ca. 300 Tieren und kleinere Vorkommen in der Magdeburger Börde. International ist sie in der Roten Liste als 'gefährdet' eingestuft.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Großtrappe = streng geschützt, nicht jagdbar, vom Aussterben bedroht. Merke: Schwerster flugfähiger Vogel der Welt. Vorkommen: Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Schutzmaßnahmen: Schutzgebiete, extensive Bewirtschaftung, Prädatorenregulierung in den Schutzgebieten.