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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Getreidefeld

Ackerfläche mit Getreidekulturen; wichtige Nahrungsquelle und Deckung für Wildtiere.

Das Getreidefeld dient als Äsungsfläche und Deckungsraum für Reh-, Rot-, Schwarz- und Niederwild. Gleichzeitig birgt die maschinelle Ernte erhebliche Gefahren für Rehkitze, Junghasen und Bodenbrütergelege. Jäger haben hier eine aktive Schutzpflicht.

Definition und Bedeutung

Das Getreidefeld (Weizen, Gerste, Raps, Mais) dient als Äsungsfläche für Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild sowie als Nahrungsgrundlage für Hasen, Rebhühner, Fasanen und Zugvögel. Besonders Maisfelder bieten dichtes Deckungsgestrüpp, das von Schwarzwild und Rehwild intensiv genutzt wird.

Jagdpraktische Bedeutung und Kitzsicherung

An Getreidefeldrändern bieten sich klassische Ansitzmöglichkeiten für die Bockjagd im Frühjahr und die Schwarzwildjagd. Während der Ernte besteht akute Lebensgefahr für Rehkitze und Jungtiere, die sich im stehenden Getreide verstecken. Jäger sollten Landwirte auf Kitzrettungsmaßnahmen (Drohnensuche mit Wärmebildkamera, Kitzretter) hinweisen und diese koordinieren.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Getreidefeld als Lebensraum und Kitzgefährdung bei der Mahd sind prüfungsrelevant. Merke: Bei der Ernte von Getreide und Mais besteht akute Gefahr für Rehkitze. Wildacker (angelegte Bejagungsfläche) ≠ Getreidefeld (Landwirtschaftsfläche). Wildschaden durch Schwarzwild in Maisfeldern ist häufiger Konfliktpunkt.

Relevante Wildarten

Rehwild·Schwarzwild