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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gebirgswald

Waldtyp in alpinen und subalpinen Lagen; wichtiger Wildlebensraum und Schutzwald zugleich.

Der Gebirgswald ist der Waldtyp in alpinen Gebirgslagen, typischerweise bestehend aus Fichte, Tanne, Lärche und Zirbe. Er ist ein wichtiger Lebensraum für Gams, Rotwild, Birkhahn und Schneehuhn und erfüllt gleichzeitig eine bedeutende Schutzfunktion gegen Lawinen, Steinschlag und Erosion.

Charakteristik und Vorkommen

Der Gebirgswald erstreckt sich von der montanen bis zur subalpinen Stufe und reicht in den Alpen bis zur Waldgrenze (ca. 1.800–2.000 m). Typische Baumarten sind Fichte, Weißtanne, Europäische Lärche und in den höchsten Lagen die Zirbelkiefer (Arve). Der Gebirgswald ist oft licht strukturiert und bietet durch Freiflächen, Lichtungen und Steilhänge wertvolle Wildlebensräume.

Jagdliche Bedeutung

Im Gebirgswald leben Gamswild und Rotwild als wichtigste Schalenwildarten. Die Bejagung ist erschwert durch schwieriges Gelände, extreme Witterung und saisonale Verfügbarkeit des Wildes. Verbissschäden durch Rotwild sind im Gebirgswald besonders problematisch, da langsam wachsende Bäume ihre Schutzfunktion bei Ausfällen nicht schnell wiederherstellen können.

Prüfungswissen

Für die Jägerprüfung ist der Gebirgswald als Wildlebensraum und als Schutzwald relevant. Merke: Verbissschäden durch Wild können die Schutzfunktion des Gebirgswalds gefährden. Daher ist die Regulierung von Rotwild und Gamswild in Schutzwäldern jagd- und forstpolitisch bedeutsam.

Relevante Wildarten

Gamswild·Rotwild