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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Fischotter

Semiaquatischer Marder an naturnahen Gewässern, jagdrechtlich erfasst und streng geschützt.

Der Fischotter ist ein an Wasser gebundener Marder mit dichtem Fell und starkem Schwimmvermögen. Für Jäger ist er vor allem als streng geschützte Art, als Gewässerindikator und als typischer Prüfungsvertreter des heimischen Raubwildes wichtig.

Artmerkmale

Der Fischotter ist ein langgestreckter Marder mit kräftigem Ruderschwanz, Schwimmhäuten und sehr dichtem Fell. Er lebt an Flüssen, Seen und naturnahen Uferzonen und jagt vor allem Fische, Amphibien und andere Wassertiere. Typische Nachweise sind Losungsplätze, sogenannte Spraints, an markanten Uferpunkten.

Lebensweise

Fischotter sind meist dämmerungs- und nachtaktiv und beanspruchen lange Gewässerabschnitte als Revier. Sie brauchen störungsarme Ufer, Deckung und ausreichendes Nahrungsangebot. Wo sie dauerhaft vorkommen, spricht das häufig für eine insgesamt gute Gewässerstruktur.

Schutzstatus

Obwohl der Fischotter im Bundesjagdgesetz aufgeführt ist, steht er in Deutschland unter strengem Schutz und darf nicht bejagt werden. Diese Doppellage von Jagdrecht und Naturschutzrecht ist ein klassischer Prüfungsstoff. Entscheidend ist: Im Konfliktfall gilt der strengere Schutz.