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Lexikon
Hege·Mittlere Prüfungsrelevanz

Feuchtbiotop

Feuchte bis nasse Lebensraumstruktur mit hoher ökologischer Bedeutung.

Feuchtbiotope sind für Amphibien, Insekten, Wasserwild und viele andere Arten besonders wertvoll. In der Hege dienen sie als Nahrungshabitat, Rückzugsraum und Trittstein im Biotopverbund.

Definition

Als Feuchtbiotop bezeichnet man nasse oder wechselfeuchte Lebensräume wie Tümpel, Sölle, Quellbereiche, Röhrichte oder vernässte Wiesen. Sie zeichnen sich durch hohen Wasserbezug, spezielle Vegetation und oft große Artenvielfalt aus. Für viele Tierarten sind sie unverzichtbare Brut-, Rast- oder Nahrungsräume.

Bedeutung für die Hege

Im Revier verbessern Feuchtbiotope das Insektenangebot, fördern Amphibien und schaffen Strukturen für Federwild, Niederwild und zahlreiche Begleitarten. Ihre Anlage oder Pflege kann ein wirksames Mittel gegen Verarmung monotoner Agrarlandschaften sein. Gute Hege erkennt deshalb, dass Wasserstrukturen meist weit mehr leisten als bloße Landschaftsverschönerung.