Fährtenschuh
Ein Fährtenschuh ist eine Vorrichtung zum Legen von Übungsfährten, die man unter den Schuh schnallt und an der die Schalen eines Stücks Schalenwild befestigt sind.
Beim Gehen drücken die Schalen echte Trittsiegel in den Boden und hinterlassen die Witterung des Wildes, während der Schuh des Fährtenlegers möglichst keinen Bodenkontakt hat. So entsteht eine Fährte, die der eines ziehenden Stücks ähnelt. Sie kann mit wenig oder ganz ohne Schweiß gelegt werden und dient der Ausbildung für die Schweißarbeit.
Auf solchen Fährten beruht die Verbandsfährtenschuhprüfung des JGHV. Dort darf für die ganze Fährte höchstens 0,1 Liter Schweiß verwendet werden, und beide Schalen eines Paares müssen von demselben Stück stammen.
Verwandte Begriffe
SchweißarbeitSchweißarbeit nennt man die Arbeit eines Jagdhundes auf der Schweißfährte, also die Nachsuche auf krankgeschossenes Schalenwild und ihre Übung auf künstlichen Fährten.SchweißfährteDie Schweißfährte ist die Fährte eines angeschossenen Stückes Schalenwild, auf der es Schweiß und andere Pirschzeichen hinterlässt.TrittsiegelTrittsiegel heißt der Abdruck, den ein einzelner Lauf oder Fuß im Boden hinterlässt, beim Schalenwild ebenso wie bei Hase, Raubwild und Federwild.SchalenSchalen heißen in der Jägersprache die beiden Hauptklauen, auf denen das Schalenwild läuft und nach denen es benannt ist.VerbandsschweißprüfungDie Verbandsschweißprüfung, kurz VSwP, ist eine Prüfung des JGHV, auf der ein Hund am Schweißriemen eine mindestens 1000 m lange künstliche Schweißfährte arbeiten muss.JagdhundeausbildungJagdhundeausbildung ist der planmäßige Aufbau von Gehorsam und jagdlichen Fertigkeiten, der aus einem gut veranlagten Hund einen brauchbaren Jagdhelfer macht.