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Lexikon
Jagdpraxis · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Fährtenlesen

Die Kunst, aus Fährten (Trittsiegeln) und Zeichen auf Wildwechseln Rückschlüsse auf Wildart, Alter, Geschlecht und Gesundheit des Wildes zu ziehen.

Das Fährtenlesen ist eine der ältesten jagdlichen Fertigkeiten. Erfahrene Jäger können aus Fährten (Trittpuren) eine Vielzahl von Informationen über das Wild ablesen: Wildart, Alter, Geschlecht, Gangart und Gesundheitszustand. Es ist die Grundlage für die Nachsuche nach krankem Wild.

Definition

Das Fährtenlesen bezeichnet die Fähigkeit, aus Trittpuren (Fährten), Losung, Abwurfstangen, Verbissbildern und weiteren Zeichen im Gelände Rückschlüsse auf Art, Alter, Geschlecht, Stärke und Gesundheit des verursachenden Wildes zu ziehen.

Merkmale einer Fährte

Zu den lesbaren Merkmalen einer Fährte zählen: Schrittlänge und Spurbreite (Hinweise auf Körpergröße und Gangart), Tiefe des Eindrucks (Körpergewicht), Form der Schalen (Wildart), Abstand der Afterklauen (beim Schalenwild: Alter und Körpergröße), und das Gesamtbild der Spur (Gesundheitszustand).

Fährtenkunde verschiedener Wildarten

Rehwild: kleine, spitze Schalen, schmale Spur. Rotwild: große, breite Schalen, kräftige Spur, Afterklauen häufig sichtbar. Schwarzwild: rundliche, breite Schalen mit deutlichen Afterklauen. Fuchs: ovale Trittspur mit sichtbaren Krallenmalen. Dachs: breite Spur mit langen Krallen.

Prüfungsrelevanz

Prüfungsthema: Fährtenkunde der heimischen Wildarten, Unterscheidung von Wildartfährten, Bedeutung des Fährtenlesens für die Nachsuche und Wildbestandsermittlung.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild·Schwarzwild·Fuchs