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Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Ernährungszustand

Beurteilung, wie gut ein Stück Wild körperlich mit Nährstoffen versorgt ist.

Der Ernährungszustand beschreibt, ob Wild in guter Kondition, mager oder stark abgemagert ist. Er spielt in Wildbiologie, Hege und Wildbrethygiene eine wichtige Rolle, weil er Rückschlüsse auf Äsung, Krankheit, Jahreszeit und Populationsdruck zulässt.

Definition

Der Ernährungszustand ist die Gesamteinschätzung von Körperfülle, Fettreserven, Muskulatur und äußerem Erscheinungsbild eines Stückes. Beurteilt wird er sowohl am lebenden Wild als auch nach dem Erlegen. Ein guter Zustand zeigt sich meist durch normale Körperform, intaktes Haarkleid und ausreichende Fettdepots.

Wichtige Merkmale

Hinweise auf einen schlechten Ernährungszustand sind eingefallene Flanken, hervortretende Knochenpunkte, stumpfes oder struppiges Haarkleid und fehlendes Nierenfett. Nach dem Aufbrechen gilt besonders das Nierenfett als wichtiger Anhaltspunkt. Gallertiges oder stark vermindertes Fett ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal und kann auf Krankheit oder langanhaltenden Mangel hinweisen.

Prüfungsbezug

In der Jägerprüfung wird gefragt, woran krankes oder schwaches Wild vor dem Schuss zu erkennen ist. Der Ernährungszustand gehört dabei immer zur systematischen Beurteilung. Wer Verhalten, Körperzustand und äußere Krankheitszeichen zusammenführt, beantwortet solche Fragen sicher und praxisnah.