Bestandsregulierung
Steuerung eines Wildbestands auf ein lebensraumverträgliches Niveau.
Bestandsregulierung bedeutet, Wilddichten und Bestandsstrukturen so zu beeinflussen, dass Wild, Lebensraum und Nutzungsinteressen in ein tragfähiges Verhältnis kommen. Sie ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug verantwortungsvoller Hege.
Grundgedanke
Mit Bestandsregulierung ist die gezielte Einflussnahme auf Größe und Zusammensetzung eines Bestandes gemeint. Sie kann über Jagd, Lebensraumlenkung, Ruhe, Äsungsverbesserung oder Schutzmaßnahmen erfolgen. Entscheidend ist immer, was der Lebensraum dauerhaft tragen kann.
Wann Regulierung nötig wird
Regulierungsbedarf entsteht zum Beispiel bei überhöhtem Verbiss, starken Wildschäden, fehlender Naturverjüngung oder unausgewogener Altersstruktur. Eine gute Regulierung greift nicht wahllos ein, sondern berücksichtigt Sozialstruktur, Fortpflanzungsleistung und Störungsdruck. Sie muss daher geplant, dokumentiert und regelmäßig überprüft werden.
Merkregel
Bestandsregulierung ist nicht gleich Bestandssenkung um jeden Preis. Ziel ist ein angepasster, gesunder und im Lebensraum tragbarer Bestand. Wer nur auf hohe Strecke schaut und nicht auf Wirkung im Revier, verfehlt den eigentlichen Sinn.
Verwandte Begriffe