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Lexikon
Hege·Niedrige Prüfungsrelevanz

Ausgleichen

Ungleichgewichte im Revier durch geeignete Maßnahmen vermindern oder ausbalancieren.

Ausgleichen ist kein eng umrissener Einzelbegriff der Weidmannssprache, sondern ein häufig genutztes Arbeitswort in Hege und Revierbewirtschaftung. Gemeint ist das gezielte Mildern von Ungleichgewichten, etwa zwischen Wildbestand, Lebensraumangebot, Wildschäden und jagdlichem Druck.

Begriffliche Einordnung

Im jagdlichen Zusammenhang bedeutet Ausgleichen meist, erkannte Unterschiede oder Defizite nicht einfach hinzunehmen, sondern steuernd zu beeinflussen. Das kann sich auf Bestände, Geschlechterverhältnisse, Altersklassen, Äsungsangebot oder Ruhezonen beziehen. Der Begriff beschreibt also eher eine Zielrichtung als eine einzelne Maßnahme.

Beispiele aus der Revierpraxis

Ausgeglichen werden können etwa überhöhter Verbiss durch angepasste Entnahme, fehlende Äsung durch Biotopmaßnahmen oder Störungen durch geänderte Jagdorganisation. Auch bei der Abschussplanung spricht man davon, unausgewogene Strecken oder Fehlentwicklungen auszugleichen. Für die Prüfung reicht meist das Verständnis, dass Hege immer auf Balance und nicht auf zufällige Einzelmaßnahmen zielt.