Jagdprüfung.de
Lexikon
Wildbiologie·Hohe Prüfungsrelevanz

Auerhahn

Männliches Stück des Auerwildes, eines großen Waldhuhns der Mittelgebirge und Alpen.

Der Auerhahn ist das männliche Stück des Auerwildes und eines der eindrucksvollsten Rauhfußhühner Europas. Er ist durch seine Balz, seine Größe und seine Bindung an störungsarme, strukturreiche Berg- und Nadelwälder prüfungsrelevant und naturschutzfachlich bedeutsam.

Merkmale

Der Auerhahn ist deutlich größer und kräftiger als die Henne und trägt ein dunkles, metallisch schimmerndes Gefieder. Auffällig sind der fächerförmig gespreizte Schwanz, der kräftige Schnabel und die roten Rosen über den Augen. Als typischer Hahn des Auerwildes steht er häufig stellvertretend für die ganze Art.

Balzverhalten

Besonders bekannt ist der Auerhahn durch seine Frühjahrsbalz in den frühen Morgenstunden. Dabei trägt er einen charakteristischen Balzgesang vor, nimmt typische Balzstellungen ein und konzentriert sich stark auf das Konkurrenz- und Fortpflanzungsgeschehen. Der feste Balzplatz ist für die Art von zentraler Bedeutung.

Lebensraum und Schutz

Auerhähne brauchen großräumige, lichte und störungsarme Wälder mit Bodenvegetation, Deckung und Wintereinständen. In Deutschland sind die Vorkommen stark zurückgegangen und regional auf wenige Kernräume beschränkt. Deshalb ist der Auerhahn heute vor allem als Schutz- und Leitart von Bedeutung.

Relevante Wildarten

Auerwild