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Lexikon
Hege·Hohe Prüfungsrelevanz

Abschusskontrolle

Vergleich von geplantem und tatsächlich erlegtem Wild im Revier.

Die Abschusskontrolle überprüft, ob Abschussvorgaben, Hegeziele und Alters- oder Geschlechtsklassen eingehalten wurden. Sie ist ein wichtiges Instrument für geordnete Revierbewirtschaftung und verhindert, dass Bejagung rein zufällig oder nur nach Gelegenheit erfolgt.

Definition

Mit Abschusskontrolle ist die fortlaufende Erfassung und Auswertung der tatsächlich erlegten Stücke gemeint. Dabei wird geprüft, welche Wildart, welches Geschlecht und welche Altersklasse entnommen wurden. Die Ergebnisse werden mit Planvorgaben, Freigaben oder revierinternen Zielen abgeglichen.

Bedeutung für die Revierarbeit

Eine saubere Abschusskontrolle zeigt früh, ob etwa zu viele männliche Stücke, zu wenige Jungtiere oder insgesamt zu wenig Wild entnommen wurde. Sie hilft außerdem, Wildschäden, Verbissdruck und Sozialstruktur besser zu beurteilen. Ohne Kontrolle fehlt dem Revier eine belastbare Grundlage für die nächste Jagdplanung.

Rechtlicher Bezug

Wo Abschusspläne, Streckenmeldungen oder behördliche Nachweise vorgeschrieben sind, ist die Abschusskontrolle mehr als nur gute Praxis. Sie dient dann auch der Dokumentation gegenüber Jagdbehörde oder Jagdgenossenschaft. In der Prüfung wird deshalb häufig gefragt, warum Streckenlisten und Stückmeldungen sorgfältig geführt werden müssen.

Häufige Verwechslung

Die Abschusskontrolle ist nicht der Abschussplan selbst, sondern die Überprüfung, ob die tatsächliche Entnahme zum Plan und zum Hegeziel passt.