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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Wanderwild

Wild, das größere Ortswechsel vornimmt und nicht dauerhaft an ein enges Gebiet gebunden ist.

Wanderwild ist ein Sammelbegriff für Tiere oder Bestände mit ausgeprägten Raumwechseln. Er grenzt sich damit von stark standorttreuem Wild ab und betont die Dynamik über Reviergrenzen hinweg.

Nicht überall Standwild

Wanderwild nutzt im Jahreslauf oder situativ verschiedene Teilräume. Solche Bewegungen können von Nahrung, Klima, Brunft oder Störung ausgelöst sein. Der Begriff ist also ökologisch und managementbezogen zu verstehen.

Folgen für Jagd und Planung

Bei Wanderwild reichen lokale Beobachtungen oft nicht aus, um Bestände realistisch zu beurteilen. Hege und Bejagung müssen hier größer denken als einzelne Reviergrenzen. Der Begriff ist deshalb besonders lehrreich für vernetztes Wildtiermanagement.