Mindestabschuss
Verbindliche Untergrenze der zu entnehmenden Stückzahl in einem Gebiet oder Zeitraum.
Der Mindestabschuss dient dazu, überhöhte Wildbestände nicht nur theoretisch, sondern verbindlich zu regulieren. Er hat deshalb eine deutliche rechtliche und hegerische Funktion.
Rechtliche Grundidee
Ein Mindestabschuss legt fest, dass eine bestimmte Zahl oder Kategorie von Wild mindestens entnommen werden muss. Anders als eine bloße Empfehlung ist er verbindlich angelegt. Damit soll verhindert werden, dass notwendige Bestandsregulierung unterbleibt.
Bedeutung für Wald und Hege
Mindestabschüsse werden vor allem dort diskutiert, wo Verbiss, Wildschäden oder überhöhte Dichten Probleme verursachen. Sie verbinden rechtliche Steuerung mit hegerischer Zielsetzung. In der Prüfung ist wichtig, dass sie als Untergrenze und nicht als Obergrenze verstanden werden.
Verwandte Begriffe