Lexikon
Waffenkunde·Mittlere Prüfungsrelevanz

Leerpatrone

Patrone ohne Projektil, die nur Gas- und Knallwirkung erzeugt.

Eine Leerpatrone enthält kein Geschoss und erzeugt daher keine normale Trefferwirkung wie eine scharfe Patrone. Trotzdem kann sie gefährlich sein und ist waffenkundlich nicht harmlos.

Keine Geschosswirkung, aber Wirkung

Leerpatronen dienen etwa der Signalgabe, Ausbildung oder Funktionsdarstellung. Sie verschießen kein Projektil, können aber Gase, Druck und Partikel freisetzen. Der Begriff ist daher eine wichtige Abgrenzung innerhalb der Munitionskunde.

Nie als ungefährlich ansehen

Auch ohne Geschoss können Leerpatronen auf kurze Distanz schwere Verletzungen verursachen. Deshalb gelten Sicherheitsregeln weiterhin uneingeschränkt. Für die Prüfung ist entscheidend, dass leer nicht gleich ungefährlich bedeutet.

Trotzdem mit Vorsicht behandeln

Auch eine Leerpatrone ohne Geschoss kann durch Gasdruck, Treibladung oder Splitter gefährlich werden und darf niemals als harmlos gelten. Grundsätzlich ist jede Waffe so zu behandeln, als sei sie geladen. Diese durchgängige Vorsicht ist ein tragender Grundsatz des sicheren Waffenumgangs.

Häufige Verwechslung

Nicht mit scharfer Munition verwechseln, aber auch nicht als ungefährlich unterschätzen.