Herbstzug
Herbstliche Wanderbewegung von Zugvögeln aus nördlichen Brutgebieten in südliche Überwinterungsgebiete.
Der Herbstzug ist die jahreszeitliche Migration von Zugvögeln aus den nördlichen Brutgebieten in südlichere Überwinterungsgebiete. Er findet in Mitteleuropa typischerweise von August bis November statt und ist für die Wasservogeljagd sowie den Vogelzugschutz von großer Bedeutung.
Definition
Der Herbstzug bezeichnet die herbstliche Wanderung von Zugvögeln aus Brutgebieten (meist nördlich) in ihre Überwinterungsgebiete (meist südlich oder südwestlich). In Mitteleuropa setzt er je nach Art ab Juli/August ein und dauert bis in den November. Hauptzugzeiten für Enten und Gänse sind Oktober und November.
Jagdliche Bedeutung
Der Herbstzug ist für Wasservogeljäger die wichtigste Zeit: Stockenten, Reiherenten, Krickenten, Grau- und Blässgänse sind auf dem Zug und rasten an Gewässern. Jäger nutzen diese Rastplätze für den Ansatz. Wichtig: Vogelzugzeiten und Schonzeiten sind in Jagdzeiten verankert; nicht alle Zugvogelarten sind jagdbar. Sichere Artenkenntnis im Flug ist Pflicht.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Herbstzug als Teil der Vogelkunde und des Wasservogeljagdwissens. Merke: Jagdzeiten für Wasservögel enden meist Mitte Januar (Bundesjagdgesetz); danach Frühjahrsschutz. Zugvögel nutzen traditionelle Zugkorridore (Flusstäler, Küstenlinien). Zugvogelschutz hat Vorrang vor jagdlicher Nutzung.