Hegerichtlinie
Richtlinie der Jagdbehörde oder des Jagdverbands zur Umsetzung von Hegezielen im Revier.
Die Hegerichtlinie ist ein Leitfaden oder eine verbindliche Vorgabe der Jagdbehörde oder des Landesjagdverbandes, der die Ziele und Methoden der jagdlichen Hege konkretisiert. Sie gibt Jägern Orientierung für Abschusspläne, Biotopmaßnahmen und Wildbewirtschaftung.
Definition
Eine Hegerichtlinie ist ein von der zuständigen Jagdbehörde, dem Hegering oder dem Landesjagdverband herausgegebenes Dokument, das konkrete Empfehlungen oder Verpflichtungen für die jagdliche Hege in einem bestimmten Bereich enthält. Sie konkretisiert die gesetzliche Hegepflicht (§ 1 BJagdG) auf Revier- oder Kreisebene.
Inhalte und Umsetzung
Hegerichtlinien enthalten typischerweise: Vorgaben für Wildbestandsregulierung (Abschussquoten nach Alter und Geschlecht), Empfehlungen für Biotopgestaltung (Wildäcker, Hecken, Salzlecken), Anforderungen an die Wildbrethygiene, Regelungen zur Prädatorenbejagung sowie Vorgaben für die Bestandserhebung. In manchen Bundesländern sind Hegerichtlinien für Rotwild rechtlich verbindlich.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Hegerichtlinien als Teil des Hegewesens. Merke: Hegerichtlinien konkretisieren die allgemeine Hegepflicht auf lokaler Ebene. Sie können von der Jagdbehörde (verbindlich) oder vom Jagdverband (empfehlend) herausgegeben werden. Jäger sollten die Hegerichtlinien ihres Kreises oder Reviers kennen.
Verwandte Begriffe