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Lexikon
Wildbiologie·Niedrige Prüfungsrelevanz

Haselmaus

Kleines nachtaktives Nagetier (Muscardinus avellanarius); streng geschützt nach FFH-Richtlinie.

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) ist ein kleines, nachtaktives Nagetier mit rotbraun-orangefarbenem Fell und buschigem Schwanz. Sie hält langen Winterschlaf und lebt in Hecken, Waldsäumen und Brombeerdickichten. Sie ist streng geschützt und gilt als Zeigerart für strukturreiche Lebensräume.

Definition

Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius, auch Siebenschläfer-Verwandte, Familie Gliridae) ist ein kleines Nagetier mit einer Körperlänge von ca. 6–9 cm plus buschigem Schwanz. Ihr Fell ist rotbraun bis orange. Sie hält Winterschlaf von Oktober bis April und lebt in strukturreichen Hecken, Waldsäumen und Brombeergebüschen. Sie ernährt sich von Früchten, Nüssen und Insekten.

Lebensraum und Gefährdung

Die Haselmaus ist ein Charaktertier strukturreicher Heckenlandschaften und vielfältiger Waldränder. Sie ist auf Nahrungsreichtum durch unterschiedliche Straucharten (Hasel, Brombeere, Hundsrose) angewiesen. Durch den Verlust von Hecken und Feldrainen in der Agrarlandschaft ist sie in Deutschland rückläufig und in manchen Regionen selten.

Schutzstatus

Die Haselmaus ist nach § 44 BNatSchG streng geschützt und in Anhang IV der EU-FFH-Richtlinie aufgeführt. Für Revierinhaber bedeutet dies: Heckenstrukturen in Jagdrevieren sollten erhalten und gefördert werden, da sie Lebensraum für die Haselmaus und viele andere Tierarten bilden.