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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Geweihschaufel

Schaufelförmig verbreiterte Geweihpartie beim Damhirsch (und Elch); Merkmal der Palmatisierung.

Die Geweihschaufel ist die charakteristische, flach verbreiterte und schaufelartige Geweihpartie beim Damhirsch und beim Elch. Sie entsteht durch die seitliche Verbreiterung der Geweihstangen (Palmatisierung). Form und Größe der Schaufel sind wichtige Merkmale zur Trophäenbewertung und Altersbestimmung beim Damwild.

Definition

Die Geweihschaufel ist der palmatisierte (abgeflachte und verbreiterte) Anteil des Geweihs beim Damhirsch (Dama dama) und beim Elch (Alces alces). Sie entsteht durch die Verbreiterung der oberen Geweihbereiche zu einer flachen Fläche, an deren Rand die Zacken (Enden) sitzen. Beim Damhirsch entwickelt sich die vollständige Schaufel erst ab dem fünften Lebensjahr.

Trophäenbewertung

Schaufelgröße (Breite und Fläche), Symmetrie beider Schaufeln und Anzahl der Enden am Schaufelrand sind zentrale Bewertungskriterien. Beim CIC-Schema wird die Schaufelfläche gemessen und in Punkte umgerechnet. Alte Damhirsche entwickeln besonders breite, gut ausgebildete Schaufeln, die ein Hauptmerkmal für die Trophäenqualität darstellen.

Prüfungswissen

Prüfungsrelevant: Geweihschaufel = Merkmal des Damhirsches (und Elches). Merke: Das Geweih des Damhirsches ist palmatisiert (schaufelförmig), das des Rothirsches ist stangenförmig mit Sprossen. Damwild gehört zum Hochwild nach § 2 BJagdG. Schaufelentwicklung erlaubt Rückschlüsse auf das Alter des Tieres.

Relevante Wildarten

Damwild