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Lexikon
Wildbiologie·Niedrige Prüfungsrelevanz

Geweihlicht

Natürlicher Glanz des polierten Geweihs nach dem Fegen; Indikator für Gesundheit und Lebensraumqualität.

Das Geweihlicht bezeichnet den charakteristischen Glanz und die Politur des fertig ausgebildeten Geweihs, entstanden durch intensives Fegen (Abreiben des Bastes) und anschließendes Polieren an Bäumen. Ein stark glänzendes Geweihlicht gilt als Zeichen eines gesunden, gut ernährten Tieres.

Definition

Das Geweihlicht beschreibt den Oberflächenglanz des fertigen Geweihs nach dem vollständigen Abfegen der Bastschicht. Das Fegen (Schälen und Reiben des Bastes an Bäumen) hinterlässt je nach Baumart (Harz, Gerbstoffe, Baumrinde) eine unterschiedliche Verfärbung und Politur: von hell-beige bis dunkelbraun-schwarz. Die Intensität des Lichts gibt Hinweise auf Gesundheit und Lebensraum des Tieres.

Trophäenbeurteilung

Bei der Trophäenbewertung wird das Geweihlicht als Qualitätsmerkmal berücksichtigt. Ein dunkles, gleichmäßiges Geweihlicht deutet auf nährstoffreichen Lebensraum und intensive Fegeaktivität hin. Helles, matt wirkendes Geweihlicht kann auf weniger gute Ernährung oder kurze Fegeaktivität hinweisen. Fegeplätze mit typischen Schälspuren an Bäumen sind wichtige Pirschzeichen.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Geweihlicht entsteht durch Fegen (Abstreifen des Bastes). Das Fegen des Rehbocks im Sommer ist ein sicheres Zeichen für die beginnende Bockzeit und als Pirschzeichen (Fegeplatz) bedeutsam. Fegeplätze: abgeschälte Rindenstreifen und polierte Stellen an dünnen Bäumen.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild