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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Feger

Als Feger bezeichnet der Jäger Bäume oder Sträucher, an denen Hirsche und Böcke ihr Bast-Geweih abfegen.

Wenn das Geweih oder Gehörn ausgewachsen ist, scheuern Hirsche und Böcke den Bast an Jungbäumen ab. Diese beschädigten Stellen heißen Feger und können erhebliche Wildschäden verursachen.

Definition

Ein Feger ist eine Stelle im Wald oder Buschwerk, an der Hirsche oder Böcke den Bast (Velvet) durch Reiben an Ästen entfernen. Dabei entstehen charakteristische, entastete und abgeschälte Jungbäume. Das Fegen beim Rehbock findet im Frühjahr (März–Mai) statt.

Ökologische und jagdliche Bedeutung

Feger entstehen besonders häufig an Picea (Fichte) und anderen Nadelgehölzen. Starker Fegerverbiss kann Forstpflanzen töten. Feger sind wertvolle Pirschzeichen, die auf Wildeinstand und die Größe des Bockes schließen lassen.

Prüfungsrelevanz

Der Feger ist im Kontext von Wildschäden und Pirschzeichen prüfungsrelevant. Kandidaten müssen Feger von Schälschäden und Verbissschäden unterscheiden können.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild·Damwild