Geschossmanteln
Metallhüllen von Jagdgeschossen; Material und Aufbau steuern das Deformationsverhalten im Wildkörper.
Geschossmäntel sind die äußeren Metallhüllen von Jagdgeschossen aus Tombak, Kupfer oder Stahl, die den Bleikern umschließen. Ihre Dicke, ihr Material und ihre Form bestimmen das Aufpilzverhalten im Wildkörper. Bei bleifreien Geschossen ersetzt ein massiver Kupferschaft den klassischen Kern-Mantel-Aufbau.
Definition
Geschossmäntel (Singular: Geschossmantel) sind die äußeren Metallhüllen von Jagdgeschossen aus Tombak (Kupfer-Zink-Legierung), Kupfer oder Stahl. Sie umhüllen den Bleikern und schützen den Lauf vor übermäßigem Verschleiß. Bei Teilmantelgeschossen ist die Spitze freigelassen, damit sich der Bleikern beim Aufprall entfalten kann; bei Vollmantelgeschossen ist das Geschoss vollständig umschlossen.
Manteltypen und ihre Wirkung
H-Mantel (horizontal eingeschnitten): gleichmäßiges Aufpilzen, Standard bei RWS. TIG-Mantel: umgekehrter Hüllenaufbau für besondere Tiefenwirkung. Monolithgeschosse (z.B. aus Kupfer): kein Kern-Mantel-Aufbau; Expansion durch spezielle Bohrungen oder Rillen an der Spitze. Bleifreie Geschosse sind in Wasserschutzgebieten und vielen Naturschutzgebieten vorgeschrieben.
Prüfungswissen
Prüfungsrelevant: Teilmantelgeschoss vs. Vollmantelgeschoss. Vollmantelgeschoss für Schalenwild verboten. Bleifreie Geschosse zunehmend gesetzlich vorgeschrieben. Merke: Ein zu weicher Mantel führt zu unkontrollierter Zerlegung, ein zu harter Mantel zum Durchschuss ohne ausreichende Wirkung – beides ist tierschutzwidrig.
Verwandte Begriffe