Geschossform
Äußere Geometrie eines Jagdgeschosses; bestimmt Ballistik und Deformationsverhalten.
Die Geschossform bestimmt maßgeblich die Flugbahn (äußere Ballistik), das Deformationsverhalten im Wildkörper (Endballistik) und die Tierschutzrelevanz. Gängige Formen sind Spitzer, Rundkopf und Hohlspitze. Für die Jagd sind Deformationsgeschosse mit kontrollierter Expansion vorgeschrieben.
Definition
Die Geschossform bezeichnet die äußere Geometrie eines Projektils, die seine Flugeigenschaften und Wirkung im Ziel bestimmt. Wichtige Merkmale sind: Ogivalform (gewölbter Kopf), Boattail (verjüngtes Heck zur Reduktion des Luftwiderstands), Hohlspitze oder Flachkopf. Spitzgeschosse haben bessere aerodynamische Eigenschaften (höherer ballistischer Koeffizient).
Wichtige Geschosstypen für die Jagd
Für die Jagd werden überwiegend Deformationsgeschosse verwendet, die sich im Wildkörper kontrolliert aufpilzen. Wichtige Typen: H-Mantel (RWS), TIG/TUG (Torpedo-Ideal/Universal-Geschoss), Nosler Partition, bleifreie Monolithgeschosse (z.B. Barnes TSX, RWS HIT). Vollmantelgeschosse sind für die Jagd auf Schalenwild in Deutschland verboten, da sie keine ausreichende Deformation zeigen.
Prüfungswissen
Prüfungsrelevant: Vollmantelgeschosse sind für die Jagd auf Schalenwild verboten (§ 19 BJagdG). Deformationsgeschosse müssen sich im Wildkörper aufpilzen. Bleifreie Geschosse sind in vielen Bundesländern für bestimmte Jagdgebiete vorgeschrieben. Merke: Geschossform beeinflusst Ballistik (außen) und Tierschutzwirkung (innen).
Verwandte Begriffe