Jagdprüfung.de
Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Hohe Prüfungsrelevanz

Gemse

auch: Gams, Gamswild

Alpines Schalenwild (Rupicapra rupicapra); Jägersprache: Gams oder Gamswild.

Die Gemse ist eine ziegenartige Paarhuferart der Hochgebirge Europas. Sie besiedelt felsige Gebirgslagen in den Alpen, dem Schwarzwald, dem Harz und anderen Mittelgebirgen. Das hakenförmig gebogene Gehörn beider Geschlechter ist das markanteste Erkennungsmerkmal.

Definition

Die Gemse (Rupicapra rupicapra) gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) und ist das einzige in Deutschland heimische Mitglied der Unterfamilie Caprinae außer dem eingebürgerten Steinbock. In der Jägersprache wird sie auch als 'Gams' oder 'Gamswild' bezeichnet. Sie lebt in Felsregionen, Steilhängen und subalpinen Wäldern, vorzugsweise in Höhenlagen von 700–3.000 m.

Merkmale und Biologie

Lebendgewicht: 25–50 kg, Schulterhöhe ca. 70–80 cm. Charakteristisches Merkmal: hakenförmig gebogenes Gehörn bei beiden Geschlechtern. Das Sommerfell ist rotbraun, das Winterfell dunkelbraun bis schwarz. Im Winter entwickelt sich ein dichtes Wollhaar für die Kälteisolation. Die Brunft (Ranzzeit) findet von Oktober bis Dezember statt.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Gemse = Gams = Rupicapra rupicapra. Merke: Gehörn (nicht Geweih!), Hornträger, lebt im Gebirge, Brunft = Ranzzeit (Oktober–Dezember). Gemse ist Schalenwild und in Bayern Hochwild. Schonzeiten sind streng einzuhalten, besonders für führende Geissen mit Kitzen.

Relevante Wildarten

Gamswild