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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gabelung

Verzweigungsstelle am Geweih, an der sich eine Stange in zwei Enden aufteilt.

Die Gabelung ist die Stelle, an der eine Geweihstange in zwei Enden aufspaltet. Sie ist ein wesentliches Kriterium für die Altersansprache und Trophäenbewertung beim Rehbock und Rotwild. Ein Rehbock mit Gabelung an beiden Stangen wird als Gabler bezeichnet.

Definition

Die Gabelung bezeichnet die anatomische Aufzweigung einer Geweihstange in zwei oder mehrere Enden. Beim Rehbock gilt das Geweih als Gabelgeweih, wenn jede Stange eine Gabelung aufweist und damit je zwei Enden entstehen. Bei Rotwild bezeichnet man die Gabelung der Krone als Krongabel. Das Erkennen der Gabelung ist für die Trophäenbeurteilung und Altersansprache prüfungsrelevant.

Bedeutung für Ansprache und Trophäenbewertung

Die Gabelung zeigt dem Jäger wichtige Informationen über Alter und Ernährungszustand des Tieres. Beim Rehbock bildet sich die erste Gabelung typischerweise im dritten Lebensjahr aus. Fehlentwicklungen oder Asymmetrien der Gabelung können auf Verletzungen, Erkrankungen oder genetische Besonderheiten hinweisen. Bei der Bewertung von Rehböcken nach Jahresklassen spielt das Vorhandensein und die Ausprägung der Gabelung eine zentrale Rolle.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung wird die Gabelung im Kontext der Geweihkunde abgefragt. Merke: Ein Rehbock mit Gabelung an beiden Stangen heißt Gabler. Die Unterscheidung zwischen Spießer (ohne Gabelung), Gabler (zwei Enden je Stange) und Sechser (drei Enden je Stange) ist prüfungsrelevantes Basiswissen.

Relevante Wildarten

Rehwild·Rotwild