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Lexikon
Jagdhunde·Hohe Prüfungsrelevanz

Einspringen

Unerwünschtes Vorprellen des Hundes nach kurzem Vorstehen ohne Kommando.

Einspringen ist ein Fehler in der Arbeit des Vorstehhundes. Der Hund macht das Wild hoch oder drückt nach, bevor der Führer es verlangt, und stört damit den geordneten Ablauf von Suche, Vorstehen und Schussabgabe.

Definition

Von Einspringen spricht man, wenn ein Hund nach kurzem Vorstehen ohne Freigabe nachsetzt und dadurch Wild hochmacht. Damit verlässt er das korrekte Durchstehen und handelt voreilig. In der jagdlichen Führerarbeit ist das ein klarer Gehorsams- und Arbeitsfehler.

Bedeutung in der Hundeprüfung

Bei Vorstehhunden wird verlangt, dass sie Witterung finden, vorstehen, nachziehen und das Wild auf Kommando oder unter Kontrolle arbeiten. Springt der Hund eigenmächtig ein, sinkt die Arbeitsqualität deutlich und in Prüfungen gibt es Abzüge. Für die Praxis ist das deshalb wichtig, weil unruhiges Hundeverhalten Schusschancen verdirbt und Wild unnötig beunruhigt.

Häufige Verwechslung

Einspringen ist nicht Nachziehen; Nachziehen erfolgt kontrolliert am ziehenden Wild, Einspringen ist das eigenmächtige Vorprellen.