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Lexikon
Jagdhunde·Mittlere Prüfungsrelevanz

Breitensuche

Systematische Suche in Fläche oder Breite statt auf einer einzelnen Spur.

Breitensuche bezeichnet eine Suchweise, bei der Hund oder Führer ein Gelände systematisch in Bahnen oder Bögen absucht. Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn kein eindeutiger Anschuss oder keine sicher aufnehmbare Fährte vorhanden ist, aber Wild in einem bestimmten Bereich vermutet wird.

Suchmethode

Anders als bei der engen Fährtenarbeit wird bei der Breitensuche nicht einer einzelnen Spur gefolgt. Stattdessen wird eine Fläche geordnet und planvoll abgesucht. Die Methode dient dazu, Fallwild, verendetes Wild, krankes Stück oder frische Hinweise überhaupt erst zu finden.

Anwendung in der Praxis

Breitensuche wird etwa an Waldkanten, Dickungsrändern, Schneisen, Schilfflächen oder nach unklaren Schusssituationen eingesetzt. Wichtig sind Windnutzung, saubere Einteilung des Geländes und diszipliniertes Arbeiten des Hundes. Unsystematisches Herumlaufen ist keine Breitensuche, sondern erschwert nur die Arbeit.

Prüfungsbezug

In der Prüfung wird häufig zwischen Fährtenarbeit, Umkreissuche und Breitensuche unterschieden. Die Breitensuche ist die flächige Suchform. Wer das Grundprinzip versteht, kann Suchmethoden besser nach Situation auswählen.

Häufige Verwechslung

Breitensuche ist nicht dasselbe wie Umkreissuche; die Umkreissuche geht gezielt ringförmig um einen Punkt, die Breitensuche deckt systematisch eine Fläche ab.