Bejagung
Gezielte jagdliche Einflussnahme auf einen Wildbestand oder ein Revier.
Bejagung meint nicht bloß das Erlegen von Wild, sondern die gesamte Art und Intensität der jagdlichen Einwirkung auf einen Bestand. Sie muss sich an Lebensraum, Wildschäden, Sozialstruktur und Hegeziel orientieren, damit sie fachlich sinnvoll und waidgerecht bleibt.
Was Bejagung umfasst
Zur Bejagung gehören Jagdart, Jagddruck, zeitliche Verteilung, Auswahl der Stücke und die räumliche Steuerung im Revier. Damit ist der Begriff deutlich weiter als der einzelne Abschuss. Bejagung beschreibt also das jagdliche Gesamtkonzept gegenüber einer Wildart oder Revierfläche.
Hegegerechte Ausrichtung
Eine gute Bejagung berücksichtigt Schonbedürfnisse, Führungsstrukturen, Ruhezeiten und die Belastbarkeit des Lebensraumes. Zu intensiver Jagddruck kann Wild heimlich, nachtaktiv oder revieruntreu machen, zu geringe Bejagung kann zu Schäden und Überbesatz führen. Deshalb gilt Bejagung immer als Steuerungsinstrument und nicht als Selbstzweck.
Abgrenzung zur Hege
In Prüfungen wird gern gefragt, wie sich Bejagung und Hege zueinander verhalten. Die Bejagung ist ein Teil der Hege, aber nicht mit ihr identisch. Hege umfasst zusätzlich Lebensraumverbesserung, Ruhe, Pflege und Populationsbeobachtung.
Häufige Verwechslung
Bejagung ist nicht mit bloßem Abschuss gleichzusetzen; sie beschreibt die gesamte jagdliche Steuerung eines Bestandes.
Verwandte Begriffe