Seilbahn
Bergungsanlage für erlegtes Wild in unwegsamem Gebirgsgelände; erleichtert den Transport.
Im Kontext der Gebirgsjagd bezeichnet Seilbahn eine einfache oder mechanisierte Tragvorrichtung zum Transport von erlegtem Wild in steilem oder unwegsamem Gelände. Einfache Seilbahnen (Seilzüge) ermöglichen es, erlegtes Wild an einem Seil gesichert einen Hang hinabzulassen oder auf einem Forstweg zu transportieren, ohne schwere manuelle Schlepparbeit im Steilgelände.
Anwendung in der Gebirgsjagd
In Alpenjagdrevieren ist die Bergung von erlegtem Gebirgsschalenwild (Gams, Rotwild) in steilem Gelände eine sicherheitsrelevante Aufgabe. Einfache Forstseile, verankert an Felspunkten oder Bäumen, ermöglichen das kontrollierte Ablassen von Wildkörpern. Professionellere Anlagen verwenden Winden, Seilrollen und Karabinersysteme aus der Forsttechnik. Im Gebirge sind Sturz- und Überlastungsrisiken bei manueller Wildbergung erheblich – Seilsysteme reduzieren dieses Risiko.
Abgrenzung und Bedeutung
Im Kontext des Jagdlexikons wird mit Seilbahn primär das einfache, jagdlich genutzte Seilzugsystem gemeint, nicht eine touristische Bergbahn. In manchen Alpenbezirken werden auch motorbetriebene Mini-Seilbahnen für die Forstwirtschaft und Jagdbergung eingesetzt. Die Kenntnis seilbahnartiger Bergungssysteme ist für Jäger in Gebirgsrevieren praxisrelevant, für die meisten Jäger in Flachland-Revieren aber bedeutungslos.
Prüfungswissen
Seilbahn als jagdlicher Begriff ist in der Standardprüfung kein Schwerpunkt. In alpinen Bundesländern (Bayern) kann die Bergung von Gebirgswild und die Sicherheit im Steilgelände thematisiert werden. Merke: Sicherheit bei der Wildbergung im Gebirge ist Vorrang. Seilsicherung beim Transport verhindert Unfälle. Schonende Bergung erhalten die Wildbretqualität.
Verwandte Begriffe