Schläger
Jägersprache: die Hauer (Eckzähne) des Keilers, besonders die nach oben gebogenen Unterkieferhauer.
Als Schläger bezeichnet die Jägersprache die kräftigen, nach oben gebogenen Unterkieferhauer des Keilers (männliches Wildschwein). Diese Eckzähne werden auch Gewaffnung genannt und wachsen lebenslang. Mit den Schlägern schlägt der Keiler beim Kampf und beim Wühlen. Die Schläger sind ein wichtiges Trophäenmerkmal und Zeichen des Alters beim Keiler.
Anatomie der Gewaffnung
Beim ausgewachsenen Keiler entwickeln sich vier Hauer: zwei im Unterkiefer (Schläger, nach oben gebogen) und zwei im Oberkiefer (Haderer/Hader, nach außen gebogen). Schläger und Haderer liegen aneinander und schleifen sich gegenseitig, wodurch die Schläger eine scharfe Schneide (Waffe) bekommen. Bei alten Keilern können Schläger Längen von 15–25 cm und mehr erreichen. Saulen (Bachen) haben keine Schläger; ihre Eckzähne sind viel kürzer und weniger entwickelt.
Bedeutung als Trophäe
Die Schläger sind beim Keiler ein wichtiges Alters- und Trophäenmerkmal. Junge Keiler (1–2 Jahre) haben noch kurze, gerade Hauer; erst ab dem 4.–5. Lebensjahr bildet sich die charakteristische Biegung und Länge der Schläger aus. Bei der Trophäenbewertung werden die Schläger nach Länge und Kurvenform bewertet. Beim Aufbrechen des Schwarzwildes werden Schläger mit dem Weidmesser entnommen und als Nachweis des erlegten Stückes aufbewahrt.
Prüfungswissen
Schläger, Haderer und Gewaffnung sind prüfungsrelevante Begriffe der Jägersprache beim Schwarzwild. Merke: Schläger = Unterkieferhauer (nach oben gebogen); Haderer = Oberkieferhauer (nach außen). Zusammen bilden sie die Gewaffnung. Bei Bachen fehlen die Schläger. Die Schärfe der Schläger entsteht durch gegenseitiges Schleifen (Selbstschärfung). Keiler mit langen Schlägern sind in der Regel alt und erfahren.
Verwandte Begriffe