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Lexikon
Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Instinkt

Angeborenes, artspezifisches Verhaltensrepertoire; Grundlage für Flucht, Beutefang und Fortpflanzung.

Instinkt bezeichnet angeborene, genetisch verankerte Verhaltensmuster, die ohne Lernen ausgeführt werden. Bei Wildtieren äußert sich der Instinkt in Fluchtverhalten, Beutefangreaktionen, Brunftverhalten und Aufzucht der Jungen. Für Jäger ist das Verständnis von Instinktverhalten essenziell für die Jagdplanung.

Definition

Instinkt bezeichnet angeborene, artspezifisch festgelegte Verhaltensmuster, die ohne vorherige Lernerfahrung ausgeführt werden. Sie sind genetisch programmiert und entwickeln sich im Laufe der Ontogenese automatisch. Beispiele bei Wildtieren: Fluchtreaktion bei Gefahr, Brutpflegeverhalten (Vogel füttert instinktiv Junge), Balzverhalten, Nahrungssuchverhalten.

Bedeutung für die Jagd

Das Verständnis von Instinktverhalten hilft dem Jäger bei: Ansitz und Pirsch (Fluchtdistanz kennen), Locken von Wild (Blatt, Brunfthorn), Vorhersage von Wildverhalten in verschiedenen Situationen, Einschätzung von Wildreaktionen bei Störungen. Habituiertes Wild (an Menschen gewöhntes Wild) hat geschwächte Instinktreaktionen – ein tierschutzrelevantes Problem bei Stadtfuchs, Stadtdachs oder habitierten Großraubtieren.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Instinktverhalten als Grundlage des Wildverhaltens. Merke: Fluchtreaktion, Brunftverhalten, Balz, Brutpflege = instinktgesteuert. Lernen überlagert Instinkte (Erfahrungsverhalten). Habituiertes Wild = instinktgeschwächt durch Gewöhnung an Menschen. Kenntnisse des Instinktverhaltens sind Grundlage waidgerechten Handelns.