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Lexikon
Jagdpraxis·Mittlere Prüfungsrelevanz

Hitzestreif

Sichtbare Luftflimmern über warmem Boden; beeinträchtigt die Zielgenauigkeit bei Langdistanzschüssen.

Der Hitzestreif (auch: Luftflirrern, Wärmeflirrern) bezeichnet die Lichtbrechung durch aufsteigende Warmluft über erhitzten Flächen. Er erzeugt im Zielfernrohr ein Flimmern und Verzerren des Zielbildes, das besonders bei Langdistanzschüssen an heißen Tagen die Zielgenauigkeit erheblich beeinträchtigt.

Definition

Der Hitzestreif entsteht durch die Brechung von Lichtstrahlen an aufsteigenden warmen Luftschichten über erhitzten Bodenoberflächen (Felder, Wege, Felsen). Im Zielfernrohr erscheint das Ziel dadurch unscharf, flimmernd und in seiner Lage scheinbar verschoben. Das Phänomen ist am stärksten bei flachem Schusswinkel über langen, sonnenbeschienenen Freiflächen ausgeprägt.

Jagdpraktische Bedeutung

Hitzestreif ist besonders bei sommerlicher Bockjagd auf Weizenstoppeln oder offenen Feldern relevant. Der Jäger erkennt das Problem im Zielfernrohr an einem flimmernden, unstabilen Zielbild. Abhilfe: Schuss vermeiden oder warten bis die Luft sich beruhigt (Abend, bewölkter Himmel). Höherer Anschuss (aus dem Hochsitz) reduziert den horizontalen Lichtweg durch die Hitzeluft.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Hitzestreif als Einflussfaktor auf die Schussgenauigkeit. Merke: Bei starkem Hitzestreif sollte kein Schuss abgegeben werden (unsicheres Treffbild). Hitzestreif tritt bevorzugt an heißen Sommertagen über flachen Flächen auf. Flimmerndes Zielbild = Warnsignal.