Hahnenfeder
Charakteristische Feder männlicher Galliformes; als Trachtenschmuck und jagdliche Trophäe verwendet.
Die Hahnenfeder bezeichnet die auffälligen Federn männlicher Hühnervögel, besonders die lyraförmig gebogenen Schwanzfedern des Birkhahns und die schwarz-grün schimmernden Brustfedern des Auerhahns. Als Hutschmuck am Trachtenhut gehören sie zur alpinen Jagdtradition.
Definition
Als Hahnenfeder bezeichnet man die charakteristischen Federn des Hahns bei Raufußhühnern und Fasanen. Beim Birkhahn sind es die lyraförmig gebogenen äußeren Schwanzfedern ('Lyra' oder 'Leier'), beim Auerhahn die schwarz-grün metallisch schimmernden Brustfedern und gefächerten Stoßfedern. Diese Federn werden traditionell als Hutschmuck am Trachtenhut getragen.
Verwendung als Trachtenschmuck
Wie der Gamsbart zählt die Hahnenfeder (besonders die Lyra des Birkhahns) zu den traditionellen Zierelementen des Trachtenhuts in Bayern und Österreich. Die Federn dürfen nur von legal erlegten oder aufgefundenen Tieren (Fallwild) stammen. Da Birkhahn und Auerhahn in Deutschland nicht jagdbar sind, stammen Hahnenfedern heute fast ausschließlich aus Österreich oder von Fallwild.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Hahnenfeder als Trophäe und Trachtenschmuck. Merke: Birkhahn-Lyra = lyraförmig gebogene Schwanzfedern des Birkhahns. Beide Arten in Deutschland nicht jagdbar (streng geschützt). Federn dürfen nur von aufgefundenem Fallwild oder aus genehmigten Quellen stammen.
Verwandte Begriffe
Relevante Wildarten