Grabwild
Wild, das unterirdische Baue anlegt; vor allem Dachs, Fuchs und Kaninchen.
Als Grabwild bezeichnet man Wildtiere, die aktiv unterirdische Baue (Erdhöhlen, Röhren) anlegen und darin Zuflucht, Brutplatz oder Überwinterungsquartier finden. Dazu gehören Dachs, Rotfuchs und Kaninchen. Die Kenntnis von Bauen und Grabspuren ist für Jagd, Nachsuche und Hegemaßnahmen wichtig.
Definition
Grabwild sind Wildtiere, die aktiv unterirdische Baue anlegen. Typische Grabwild-Arten in Deutschland: Dachs (Meles meles) – legt weitverzweigte Baue an (Dachsbau), Rotfuchs (Vulpes vulpes) – übernimmt oft Dachsbaue oder gräbt eigene Fuchsbaue, Kaninchen (Oryctolagus cuniculus) – legt Röhrenbaue an. Iltis und Steinmarder graben selten selbst, nutzen aber vorhandene Baue.
Jagdpraktische Bedeutung
Baue sind wichtige Pirschzeichen und geben Hinweise auf die Präsenz bestimmter Wildarten. Dachsbaue sind an charakteristischem Erdaushub, Latrinen (Kotgruben) und breiten Röhrenöffnungen erkennbar. Fuchsbaue haben meist weniger Erdaushub und einen typischen Fuchsgeruch. Die Jagd auf Grabwild im Bau erfordert geeignete Hunde (Dackel, Terrier) und ist als Baujagd reglementiert.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Grabwild = Dachs, Fuchs, Kaninchen. Dachsbau = groß, mehrere Ausgänge, breite Röhren, Latrinen. Fuchsbau = kleiner, typischer Geruch. Jagd im Bau (Baujagd) erfordert Bauhunde. Dachs ist in Deutschland jagdbar (Schonzeiten je Bundesland unterschiedlich).
Verwandte Begriffe