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Lexikon
Waffenkunde·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gespann

Die zwei aufeinander abgestimmten Abzüge einer Doppelwaffe (Bockbüchse, Drilling).

Als Gespann bezeichnet man bei Doppelwaffen (Bockbüchse, Doppelbüchse, Drilling) die zwei Schlösser mit zugehörigen Abzügen, die je einem Lauf zugeordnet sind. Das korrekt eingestellte Gespann ist sicherheitsrelevant. Es gibt Doppelabzüge (ein Abzug je Lauf) und Einabzüge mit Umschaltmechanismus.

Definition

Das Gespann bezeichnet bei einer Doppelwaffe (Bockbüchse, Doppelbüchse, Drilling) die zwei Schlösser mit ihren Abzügen, die den zwei Läufen zugeordnet sind. Bei Doppelabzug hat jeder Lauf einen eigenen Abzug; bei einem Einabzug (Singlettabzug) wird durch Vorwärtsschieben des Abzugs oder ein separates Element zwischen den Läufen gewählt.

Typen und Funktion

Man unterscheidet: Doppelabzug (zwei separate Abzüge für zwei Läufe), Einabzug (beide Läufe über einen Abzug mit Umschaltmechanismus) sowie Stecher (besonders feiner Abzug, der durch kurzes Betätigen des Rückerabzugs gespannt wird). Zu leicht eingestellte Abzüge können zu Fehlem führen; korrekte Einstellung durch den Büchsenmacher ist Pflicht.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Das Gespann ist Teil der Waffenkunde für Doppelwaffen. Merke: Doppelabzug = ein Abzug je Lauf; Stecher = besonders feiner Abzug, der zuvor gespannt werden muss. Bei Doppelwaffen muss der Schütze wissen, welcher Abzug welchen Lauf zündet. Sicherheitsregeln für Kipplaufwaffen beachten.