Gamsgeiss
Weibliche Gemse; führt die Kitze und steht an der Spitze der Rudel.
Die Gamsgeiss ist das weibliche Tier der Gemse (Rupicapra rupicapra). Sie lebt in Rudeln mit anderen Geissen, Jährlingen und Kitzen und übernimmt als Leitgeiss die Führungsrolle im Sozialverband. Das Gehörn der Geiss ist schlanker und der Haken weniger stark gebogen als beim Bock.
Definition
Die Gamsgeiss ist das adulte Weibchen der Gemse. Sie ist schlanker und leichter als der Bock (ca. 25–40 kg). Das Gehörn der Geiss ist dünner und der Haken weniger stark nach hinten gebogen. Geissen tragen ihr Kitz nach einer Tragzeit von ca. 170 Tagen und setzen es im Mai oder Juni. Zwillinge kommen selten vor.
Sozialverhalten
Gamsgeissen bilden zusammen mit ihren Kitzen und Jährlingen stabile Rudel, angeführt von einer erfahrenen Leitgeiss. Sie warnt das Rudel durch Stampfen und charakteristisches Pfeifen vor Gefahren. Böcke schließen sich nur zur Brunft an. Das enge Mutter-Kitz-Band ist entscheidend für das Überleben der Jungtiere in den ersten Lebenswochen.
Prüfungswissen
In der Jägerprüfung: Unterscheidung Gamsbock / Gamsgeiss anhand des Gehörns ist prüfungsrelevant. Merke: Die Geiss führt das Kitz, der Bock lebt außerhalb der Brunft einzelgängerisch. Muttergeissen mit Kitzen dürfen während der Führzeit nicht erlegt werden; die Schonzeiten für führende Geissen sind streng geregelt.
Verwandte Begriffe
Relevante Wildarten