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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Gamsbock

Männliche Gemse (Rupicapra rupicapra); kräftiger gebaut mit stärkerem Gehörn als die Geiss.

Der Gamsbock ist das adulte Männchen der Gemse. Er ist kräftiger gebaut als die Geiss und trägt stärker entwickelte, hakenförmig gebogene Gehörne. Außerhalb der Brunft leben Gamsbocke oft einzelgängerisch oder in kleinen Bocksgemeinschaften abseits der Geissrudel.

Definition

Der Gamsbock ist das adulte Männchen der Gemse (Rupicapra rupicapra). Im Gegensatz zu Cerviden trägt die Gemse permanente Hörner (Gehörn), die nicht abgeworfen werden. Das Gehörn des Bocks ist kräftiger und der Haken stärker nach hinten gebogen als das der Geiss. Gamsbocke erreichen ein Lebendgewicht von ca. 30–50 kg.

Verhalten und Sozialstruktur

Gamsbocke sind außerhalb der Brunft (Oktober–Dezember) häufig Einzelgänger oder bilden kleine Bocksgemeinschaften in höheren Lagen. Zur Brunft (Gamsranz) kämpfen dominante Böcke intensiv um die Weibchen. Das Territorium eines alten Bockes kann mehrere Quadratkilometer umfassen. Alte Böcke zeigen eine charakteristische, aufstellbare Rückensträhne, die dem Gamsbart seinen Namen gibt.

Prüfungswissen

In der Jägerprüfung: Unterschied Gamsbock (männlich) und Gamsgeiss (weiblich) am Gehörn – beim Bock ist der Hakenwinkel stärker ausgeprägt. Die Brunft des Gamswildes wird Gamsranz genannt und findet Oktober bis Dezember statt. Gamswild zählt in Bayern zum Hochwild.

Relevante Wildarten

Gamswild