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Lexikon
Wildbiologie · Jägersprache·Mittlere Prüfungsrelevanz

Feist

Jägersprachlich für das Körperfett des Wildes; auch Bezeichnung für die Feistzeit vor der Brunft.

Feist bezeichnet sowohl das Körperfett des Wildes als auch die Zeit vor der Brunft, in der das Wild besonders gut genährt (feist) ist. Die Feistzeit beim Rotwild ist die Phase im August/September, wenn die Hirsche ihre Fettreserven für die kräftezehrende Brunft aufbauen.

Definition

Feist (auch Feiste) bezeichnet in der Jägersprache das Körperfett des Wildes. Als Feistzeit wird die Zeit unmittelbar vor der Brunft bezeichnet, in der das Wild – insbesondere Rotwild-Hirsche – maximale Körperfettreserven aufgebaut hat. Ein feistes Stück ist ein gut genährtes Stück Wild.

Bedeutung

Die Feistzeit ist jagdlich bedeutsam: Wildbret aus dieser Phase hat die beste Qualität. Während der Brunft verlieren Hirsche bis zu 20 % ihres Körpergewichts. Auch beim Schwarzwild spricht man von Feist (Fettauflage unter der Schwarte).