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Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)

Ziegenmelker auf seinem Tagesruheplatz – die hervorragende Tarnfärbung macht ihn nahezu unsichtbar.

Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Wildbiologie·Mittlere Prüfungsrelevanz

Ziegenmelker

Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) ist ein nachtaktiver Zugvogel, der in Europa brütet und in Afrika überwintert.

Der Ziegenmelker ist ein heimlicher, nachtaktiver Vogel mit ausgezeichneter Tarnfärbung. Er brütet am Boden in lichten Wäldern und ist in Deutschland streng geschützt.

Definition

Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) ist der einzige in Mitteleuropa regelmäßig brütende Vertreter der Ordnung Caprimulgiformes. Der Name leitet sich vom mittelalterlichen Aberglauben ab – er ernährt sich tatsächlich ausschließlich von Insekten, die er im Flug fängt.

Biologie und Schutzstatus

Der Ziegenmelker besiedelt lichte Kiefernwälder, Heidelandschaften und Kahlschläge. Das Gelege besteht aus 2 Eiern, direkt auf dem Boden ohne Nest. Die Tarnfärbung macht ihn am Boden fast unsichtbar. In Deutschland ist er streng geschützt (BNatSchG, EU-Vogelschutzrichtlinie).

Prüfungsrelevanz

Der Ziegenmelker ist als geschützte Art im Rahmen des Vogelschutzes prüfungsrelevant. Kandidaten sollten ihn identifizieren sowie seinen Schutzstatus kennen. Die Abgrenzung zwischen jagdbaren und geschützten Vogelarten ist ein wichtiges Prüfungsthema.